WHO genemigt 3 Schweinegrippe-Impfstoffe von Novartis

Die Weltgesundheitsorganisation hat 3 Schweinegrippe-Impfstoffe von genemigt; damit erleichtert sie den Kauf der Impfstoffe durch UN-Stellen, etwa für Entwicklungsländer.

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Milliarden nach China

Novartis investiert 1,25 Mrd US$ in Forschungseinrichtungen in China. Es sollen insbesondere Medikamente für den chinesischen Markt erforscht werden. Ansonsten wird es sicher auch den Trend zu klinischer Forschung in Entwicklungsländern beschleunigen: Probanden und Ärzte sind dort viel billiger – und die Aufsichtsbehörden laxer.

UPDATE: nun hat Novartis sich auch in eine chinesische Impfstofffabrik eingekauft.

Novartis produziert wegen Streit zu wenig Tollwut-Impfstoff für Indien

Schon wieder Monetik statt Ethik: als Folge eins Streites mit dem Konkurrenten Aventis produziert Novartis für Indien zu wenig Tollwut-Impfstoff. Gegen die potentiell tödliche Krankheit gibt es keine wirksame Behandlung, so dass die Impfung, die auch noch nach einem Biß gegeben werden kann, die einzige Hoffnung darstellt.

Libyens Schweiz-Boykott trifft Novartis

Nachdem Gadaffi die Schweiz boykottieren läßt, läuft der Handel mit Libyen für Novartis nicht mehr. Mitbewerber Roche liefert indirekt über Marokko und hat keine Probleme.

Novartis fördert Konferenz über Denguefieber

Mal was Positives: Novartis fördert eine Konferenz zur Tropenkrankheit Denguefieber auf den Philippinen.

Novartis Glivec-Preis verstößt gegen öffentliche Ordnung

In Indien verstößt der von Novartis geforderte hohe Preis des Krebsmittels Imatinib nach Ansicht des „Intellectual Property Appellate Board“ gegen die öffentliche Ordnung.

Novartis hatte durch Patentantrag für eine kristalline Form des Imatinib versucht, nachträglich Patentschutz für sein Präparat zu erhalten und die dortige Generikaproduktion zu unterbinden. Dies wurde abgelehnt und scheiterte nun abschließend an der oben genannten Berufungskommission. Da die kristalline Form nicht besser wirke als das normale Imatinib sei die Voraussetzung für eine Patentierbarkeit nicht erfüllt.

Novartis gibt H1N1-Impfstoff nicht umsonst an Entwicklungsländer

Novartis wird den potentiellen H1N1-Impfstoff, der gerade in der Erprobung ist, nicht kostenlos an Entwicklungsländer abgeben.

Zwei Punkte gibt es zu bedenken:

  1. Novartis könnte den Impfstoff nicht entwicklen, wenn es von der WHO keine Probe des Virus erhalten hätte. Novartis betreibt also Wertschöpfung an öffentlichen Gütern – da muss als Gegenleistung mehr drin sein als ein „Vielleicht-Rabatt für 3. Welt“.
  2. Die WHO/Öffentlichkeit sollte sich überlegen, ob man manche öffentliche Aufgaben wirklich an gewinnorientierte Unternehmen abgeben sollte.

UPDATE: Konkurrent Sanofi-Aventis möchte gleich einen Schwung an Impfstoff an arme Länder verschenken (dann aber auch zum reduzierten Preis verkaufen)

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