Novartis Schweinegrippe-Impfstoff für Jordaniens Pilger nach Mekka

Jordanien impft seine Mekka-Pilger mit einem H1N1-Impfstoff von Novartis. Leider bleibt unklar, welcher Impfstoff verwendet wird – aber da über Hühnereiweißallgie berichtet wird, handelt es sich vermutlich um Focetria.

Werbeanzeigen

Celtura(R): Zulassungs-Chaos in der Schweiz um H1N1-Impfstoff

Swissmedic hat die Zulassung wegen „Verunreinigungen“ verzögert: Der gentechnisch auf Hundezellen produzierte Impfstoff hat die Schweizer Zulassungsbehörde zu Sicherheitsbedenken getrieben. Grund zur Sorge gaben mögliche Reste von Hundeproteinen, die, so die Behörde, ein Problem für Hundeallergiker darstellen könnte. Novartis dementiert. Trotzdem kein glorreicher Start im Heimatland – und die Schweizer bleiben wie wir Deutsche mit dem unguten Gefühl zurück, menschliche Versuchskaninchen zu sein.

Celtura(R) – neuer H1N1-Impfstoff in Deutschland zugelassen

Novartis hat in Deutschland die Zulassung für Celtura bekommen. Der H1N1-Schweinegrippeimpfstoff wird im Gegensatz zu Focetria nicht auf Hühnereiern gezüchtet sondern in der Zellkultur. Die Sicherheit dieser Produktionsmethode ist (wie auch bei Optaflu) nicht endgültig geklärt. Auch dieser Impfstoff ist mit einem umstrittenen Wirkverstärker (MF59, der auch in den Grippeimpfstoffen Focetria und  Fluad eingesetzt wird) versehen. Leider ist auch dieser Impfstoff somit keine sichere Alternative etwa für Schwangere.

Novartis produziert wegen Streit zu wenig Tollwut-Impfstoff für Indien

Schon wieder Monetik statt Ethik: als Folge eins Streites mit dem Konkurrenten Aventis produziert Novartis für Indien zu wenig Tollwut-Impfstoff. Gegen die potentiell tödliche Krankheit gibt es keine wirksame Behandlung, so dass die Impfung, die auch noch nach einem Biß gegeben werden kann, die einzige Hoffnung darstellt.

Obama deklariert nationalen Notstand: zu wenig H1N1-Impfstoff

Da zu wenig Schweinegrippe-Impfstoff vorhanden ist hat Präsident Obama den nationalen Notstand erklärt. Novartis produzierte bisher erst 1/5 der progostizierten Menge. den Pharmakonzernen wird hier eine gewisse Lustlosigkeit nachgesagt, da anderswo noch größere Profite warten. Experten sprechen schon von Systemversagen. Ein weiterer Teil des Versagens ist dem Gesundheitssystem anzulasten, was die Mehrheit der Amerikaner zu überhöhten Preisen versorgt und die Masse der Unversicherten vernachlässtigt.

Soldaten erhalten keine adjuvantierten H1N1-Impfstoff (GSK, Novartis) UPDATE

Der Schweinegrippe-Impfstoff von Novartis und GSK ist mit einem umstrittenen „Wirkverstärker“ ausgestattet. Nun ist öffentlich geworden, dass der Bund dem Impfstoff nicht traut und seine Angestellten (Soldaten) lieber nicht damit impft. Schade nur, dass GSK schon den Vertrag hat – da muss man wohl 50 Mio. deutsche Versuchskaninchen für „Pandemrix“ finden, um den Impfstoff nicht entsorgen zu müssen.

Nachtrag: Das arznei-telegramm weist darauf hin, dass die Verträglichkeit des „Soldatenimpfstoffs“, Celvapan von Baxter, einem Impfstoff, der aus Nierenzellen der Grünen Meerkatze gentechnologisch hergestellt wird, nicht zwangsläufig besser sei: Es wird zwar kein Adjuvans (Wirksverstärker) verwendet, aber dafür ist es ein Ganzvirusimpfstoff und kein Spaltimpfstoff. Auch die bessere Eignung für Kinder und Schwangere muss bezweifelt werden. Deutsche Behörden greifen also gleich zweimal bei der Impfstoffbestellung daneben…

Grippe-Impfstoff ungleich verteilt?

Die Produktion für den saisonalen Grippeimpfstoff wurde wegen der Produktion des H1N1-Impfstoff reduziert. Die New York Times berichtet nun, dass Novartis die Zuteilung des saisonalen Grippeimpfstoffs wohl unfair verteilt hat: Die „Visiting Nurse Associations of America“ bekam 70% weniger als bestellt und es wurde erst nach politischer Intervention aufgestockt – die Produktion sei dagegen nur um 10% vermindert.

%d Bloggern gefällt das: