Schlechte Wissenschaft soll Indikation für Zoledronat erweitern

Retrospektive Subgruppenauswertungen einer offenen Studie sollen das Tor für weitere Indikationen für Zometa(R) öffnen: (link). Solche nachträglichen Auwertungen, landläufig auch als „data torturing“ bezeichnet, lassen sich bestens mißbrauchen, sind jedoch wissenschaftlich ohne Beweiskraft: es ist das alte Spiel „erst Schießen, dann die Zielscheibe zu den Pfeilen tragen“. Schlimmer noch: die Studie war nicht verblindet, d.h. Behandler und Patient wussten um die Zusatzbehandlung und so konnte nicht nur ein besonders starker Placeboeffekt wirken, sondern auch noch weitere unbewusste Verzerrungen („bias„). Die Verblindung ist in einer klinischen Studie sehr billig zu haben und absoluter Standard.

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