Novartis und GKV spielen zu Lasten der Patientensicherheit

Einige Details zu einen älteren Beitrag: Novartis hat mit der DAK eine „risk sharing“ Vereinbarung abgeschlossen. Demnach zahlt die DAK Aclasta(R)/Zoledronsäure – und Novartis zahlt den Medikamentenpreis (€561,63 für die jährliche Infusion mit 5 mg Zoledronsäure – das sind 64% mehr als für 10 mg eines täglichen Alendronat-Generikum) zurück, wenn sich im Folgejahr doch ein Knochenbruch ereignet.
Vom „risk sharing“ ist leider der Patient ausgenommen, der das Risiko für Nebenwirkungen, insbesondere therapieresistentes Vorhofflimmern alleine zu tragen hat. Das ist ethisch heikel.
Gleichwertigkeit oder gar Überlegenheit gegenüber anderen Bisphosphonaten im direkten Vergleich ist nicht untersucht. Skandalös, dass die DAK hier mit Geld (€220 Mehrkosten pro Jahr und Patient) und Leben der Versicherten spielt.
Interessant ist auch, dass die Financial Times Deutschland lange vor den Ärzteblatt berichtet. Das ganze ist natürlich ein Marketingerfolg auf ganzer Linie und sichert Novartis den Zugang zu den 6,2 Mio. DAK-Versicherten.

UPDATE: die FDA warnt vor Muskelschmerzen unter Bisphosphonaten wie Zoledronsäure

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2 Antworten

  1. […] von antinova Wir haben über den “Risk-Share-Vertrag” zwischen Novartis und der DAK berichtet. Die Barmer ist nun auch im Boot und spricht dumm-dreist von […]

  2. […] haben über den “Risk-Share-Vertrag” zwischen Novartis und der DAK berichtet. Die Barmer ist nun auch im Boot und spricht dumm-dreist von […]

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